Hintergrund
Der Rhodesian Ridgeback, auch als „Ridgies“ oder „Afrikanischer Löwenhund“ bekannt, ist eine Hunderasse, die im Süden Afrikas gezüchtet wurde. Sie sollte afrikanische Bauern schützen. Die Einheimischen brauchten einen schnellen, starken, robusten und mutigen Hund, der Beutetiere (besonders Löwen) hetzen und der als Wachhund fungieren konnte.
Die Rasse wurde im Jahr 1922 von Francis Barnes offiziell etabliert. Ein paar Jahre später wurde sie vom südafrikanischen Kennel Club registriert und der Name wurde von „Rhodesian Lion Hound“ zu „Rhodesian Ridgeback“ geändert. Der Name der Rasse kommt von den gegen den Strich wachsenden Haaren auf dem Rücken.
Temperament
Rhodesian Ridgebacks sind als loyal und intelligent bekannt und haben deutliche Wach- und Jagdinstinkte. Sie haben einen starken Willen und sind selbstbewusste Hunde, die ihre Besitzer und ihre Familie beschützen wollen. Ridgies brauchen eine liebevolle und konstante Erziehung und die richtige Sozialisierung. Sie sind daher nicht die richtige Wahl für unerfahrene Hundebesitzer-/innen. Auch wenn Ridgies sehr athletisch sind, haben sie doch eine empfindliche Seite und Sie müssen vorsichtig mit ihren Gefühlen umgehen.
Level an Aktivität
Die Rhodesian Ridgeback ist ein lebhafter und aktiver Begleithund, aber mit gutem Training wird er meist ruhiger und stiller. Die Rasse braucht viel Bewegung, und wer überlegt, sich einen „Ridgie“ anzuschaffen, sollte gerne draußen sein. Er ist perfekt als Begleitung beim Laufen, Radfahren und Wandern – ein echter Langstreckenläufer. Die Rasse kann sich an viele verschiedene Lebenssituationen anpassen; sie kann auch in kleineren Wohnungen gehalten werden, wenn sie sonst genügend Bewegung bekommt.
Fellpflege
Das Erkennungsmerkmal des Rhodesian Ridgebacks ist der Kamm aus Haaren auf seinem Rücken, der gegen die restliche Fellrichtung wächst. Das kurze Fell braucht keine besondere Pflege.
Training
Der Rhodesian Ridgeback ist ein starker und athletischer Hund, der stur sein kann und einen starken Willen hat. Durch seinen Hintergrund muss die Rasse schon von einem jungen Alter an trainiert werden. Wenn Sie dabei konsequent, mit Nachdruck und fair vorgehen, können Sie ihn bis zu einem hohen Level trainieren. Die Hunde benötigen aber auch mentale Anregung. Ein gelangweilter Ridgie ist ein missgelaunter, gereizter Ridgie. Halten Sie das Training kurz und interessant. Es ist nicht schlimm, wenn Sie nur einen halben Kurs mitmachen, solange Ihr Hund sich davon angesprochen fühlt und mit Begeisterung teilnimmt.
Größe und Gewicht
Rüden: 63–69 cm
Hündinnen: 61–66 cm
Gewicht: 30–38 kg
Farbe
Unter dem typischen Kamm des Ridgebacks liegt ein schneller, muskulöser Athlet. Sie haben ein hellweizen- bis rotweizenfarbenes Fell, das kurz, dicht, glatt und glänzend ist.
Besonderheiten der Rasse
Der Kamm ist für Hunderassen einzigartig. Ein Rhodesian Ridgeback erfordert viel Zeit bei der Erziehung und ist als Welpe und junger Hund sehr anspruchsvoll. Wenn Sie sich für die Rasse entscheiden, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass Welpen viel Training brauchen. Bereiten Sie sich darauf vor, in den ersten 1–2 Jahren des Hundes an Gehorsamkeitskursen teilzunehmen.
Erbkrankheiten
Rhodesian Ridgebacks sind generell gesunde Hunde. Verantwortungsbewusste Züchter untersuchen ihre Hunde auf Hüft- und Ellbogendysplasie, Schilddrüsenfunktion und Augenanomalien. 4–5% werden mit Dermoid Sinus, einer Missbildung der Haut, geboren. Die Krankheit wird derzeit erforscht und kann hoffentlich in ein paar Jahren bekämpft werden.
Andere Krankheiten, die bei der Rasse relativ häufig auftreten, sind
- DM (Degenerative Myelopathien)
- JME (Juvenile myoklonische Epilepsie)
- EOAD (Early Onset Adult Deafness) (Taubheit)
Alle können mit DNA-Tests getestet werden.
Futter
Dem Ridgie geht es mit qualitativ hochwertigem Futter am besten. Ridgebacks nehmen schnell zu und sind gefürchtete Tischdiebe. Lassen Sie also Ihr Essen nie unbeaufsichtigt. Behalten Sie den Kalorienkonsum und das Gewicht Ihres Hundes im Auge und sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, wenn Sie Fragen zum Gewicht oder der Ernährung Ihres Hundes haben.
Typ
Jagdhund
Fünf Fakten über Rhodesian Ridgebacks
- Das Erste, was den meisten am Rhodesian Ridgeback auffällt, ist der charakteristische Kamm („ridge“) auf seinem Rücken, der der Rasse ihren Namen gibt.
- Der Kamm verrät einen Teil seines Ursprungs als eine Züchtung aus europäischen Jagdhunden und afrikanischen Hunden.
- Ridgies sind selbstbewusst, haben einen starken eigenen Kopf und wollen ihre Familie beschützen.
- Sie brauchen viel Training und Anweisungen von Ihnen, um ruhiger zu werden. Daher sind sie für unerfahrene Besitzer/-innen nicht geeignet.
- Der Rhodesian Ridgeback braucht sowohl physische als auch mentale Anregungen. Ein gelangweilter Ridgie kann sehr gereizt sein.